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Zuerst: Ist 600 die richtige Zahl?
Den meisten, die hier ankommen, wurde „300 DPI“ gesagt, und sie haben zur nächsthöheren Zahl gegriffen. Für ein Foto ist das meist vergeudet: Druckmaschinen rastern mit 150–175 Linien pro Zoll, und 300 Pixel pro Zoll sind bereits das übliche Doppelte davon. Auf 600 zu gehen halbiert die beanspruchte physische Größe — ohne die vierfache Pixelzahl ist das Ergebnis kein besserer Druck, sondern ein kleinerer.
Es gibt Arbeiten, für die 600 richtig ist, und sie haben eines gemeinsam: harte Kanten statt Halbtöne.
- Strichzeichnungen, Logos und technische Zeichnungen. Eine treppenförmige Diagonale ist bei 300 sichtbar und verschwindet bei 600.
- Gescannter Text und Dokumente, besonders alles, was durch OCR läuft — die meisten Engines lesen kleine Schrift aus 600-DPI-Scans zuverlässiger.
- Gravur, Laserschnitt und Stanzkonturen, wo die Maschine der Kante selbst folgt.
- Kunst- und Giclée-Druck auf Maschinen, bei denen die Druckerei ausdrücklich 600 verlangt.
- Zeitungspapier und sehr kleinformatige Wiedergabe detaillierter Grafiken.
Steht Ihr Auftrag nicht auf dieser Liste und hat Ihre Druckerei 600 nicht ausdrücklich verlangt, ist 300 DPI die sicherere Antwort.
Wie viele Pixel 600 DPI verlangt
Viermal so viele wie 300 für dasselbe Papier, weil die Anforderung in beiden Richtungen quadriert wird.
| Druckgröße | Millimeter | Pixel bei 600 DPI |
|---|---|---|
| A4 | 210 × 297 | 4961 × 7016 |
| A5 | 148 × 210 | 3496 × 4961 |
| Foto 10 × 15 cm | 100 × 150 | 2362 × 3543 |
| Visitenkarte | 85 × 55 | 2008 × 1299 |
Ein 12-Megapixel-Handyfoto (etwa 4000 × 3000) deckt A4 bei 600 DPI nicht ab; es reicht für rund 17 × 12,7 cm. Das ist die Rechnung hinter den meisten enttäuschten „600 DPI“-Anfragen, und das Feld unten zeigt sie für Ihre konkrete Datei, bevor Sie sich festlegen.
Was mit der Datei geschieht
Das Dichtefeld wird neu geschrieben, jedes andere Byte durchkopiert. Keine Neukodierung: ein JPEG verliert keine weitere Qualität, die Bilddaten eines PNG bleiben byteidentisch. Bei JPEGs geht der Wert in den JFIF-Kopf und in die EXIF-Auflösungstags, damit Software, die EXIF bevorzugt — Photoshop, InDesign, die meisten Druckvorstufen-Programme — dieselbe Zahl liest wie alles andere.
Die Arbeit passiert in Ihrem Browser. Weder die Datei noch eine Angabe über sie wird übertragen.
Ein Bild in 600 DPI umwandeln
600 ist unten bereits ausgewählt; Sie müssen nur die Datei liefern.
Schritt 1: JPG oder PNG hinzufügen
Auf das Feld oben ziehen oder zum Auswählen klicken. Auch mehrere Dateien — sie kommen als ZIP zurück.
Schritt 2: Die gemeldete Druckgröße prüfen
Das Feld zeigt die aktuelle Angabe, die Pixelmaße und die physische Größe bei 600 DPI. Hier merken Sie, dass 600 die vierfache Pixelzahl von 300 verlangt.
Schritt 3: Umwandeln und herunterladen
Auf den Knopf drücken. Die neu geschriebene Datei lädt mit dem Zusatz `_600dpi`; das Original auf Ihrer Festplatte bleibt unberührt.
Häufig gestellte Fragen
Ist 600 DPI besser als 300 DPI?
Nur beim richtigen Material. Für Strichzeichnungen, Scans und Gravuren ja. Für ein Foto im Offsetdruck übersteigt 300 bereits das, was das Raster wiedergeben kann — 600 bringt dann vor allem eine größere Datei und einen kleineren Druck.
Kann ich aus einer 300-DPI-Datei eine echte 600-DPI-Datei machen?
Nicht durch Umetikettieren. Echte 600 DPI verlangen die vierfache Pixelzahl: mit 600 neu scannen, aus dem Vektororiginal neu exportieren oder neu fotografieren. Alles andere ist Neuberechnung — erfundene Pixel — und die zeigt sich ausgerechnet an harten Kanten, also genau dort, wo 600 zählt.
Mein Scanner sagt 600, die Datei sagt 72. Warum?
Manche Scan-Software erfasst mit 600 und schreibt beim Export einen Web-Standardwert hinein, oder die Dichte geht bei einem späteren Export verloren. Der Beweis sind die Pixel: passt die Pixelzahl zu einem 600-DPI-Scan dieser Vorlage, war die Erfassung in Ordnung und nur das Etikett muss korrigiert werden.
Wird die Datei durch 600 DPI größer?
Hier nicht. Das Etikett zu ändern kostet höchstens ein paar Bytes, weil keine Pixel hinzukommen. Eine wirklich mit 600 erfasste Datei ist groß — das macht aber die Erfassung, nicht die Angabe.
Verwandte Werkzeuge
- Bild in 300 DPI umwandelnEin JPG oder PNG als 300 DPI auszeichnen, ohne ein einziges Pixel anzufassen — und vorher sehen, ob die Datei das Papier wirklich füllt.
- DPI eines Bildes herausfindenSehen, was Ihre Datei wirklich angibt — auch den Fall, dass ein JPEG gleichzeitig zwei verschiedene Werte angibt.
- Bild-DPI-Konverter (72 auf 300 DPI)Den vom Druck verlangten DPI-Wert setzen und sehen, wie groß die Datei tatsächlich gedruckt wird.