Website für Zimmereien: Holzbau erklären, Anfragen sortieren
Eine Zimmerei bekommt sehr verschiedene Anfragen: ein Carport für 6.000 €, ein Dachstuhl für ein Neubauhaus, eine Aufstockung über zwei Etagen. Die Website hat zwei Aufgaben – zeigen, was Sie bauen, und die Anfragen so vorsortieren, dass Sie nicht für jede Kleinigkeit rausfahren.
Stand: · Bora Anılan, Novexa Studio
So suchen Kunden nach einer Zimmerei
Nach „zimmerei“ selbst sucht kaum jemand mit einem Anliegen – gesucht wird nach dem Bauteil. Diese Vorschläge macht Google in Deutschland zu den typischen Aufträgen einer Zimmerei:
- carport genehmigung nrw
- carport genehmigung bayern
- carport genehmigung niedersachsen
- carport mit solardach
- carport selber bauen
- dachstuhl kosten
- dachstuhl erneuern kosten
- dachstuhl dämmen
- dachstuhl abbinden
- gaube kosten
- anbau haus kosten
- anbau haus fertigmodul
Die Genehmigungsfrage ist Ihr bester Inhalt
Zu „carport genehmigung“ schlägt Google sieben Bundesländer hintereinander vor: NRW, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Saarland, Rheinland-Pfalz. Das ist kein Zufall – es gibt kein Bundesrecht dazu. Jedes Land regelt in seiner Landesbauordnung selbst, welche Vorhaben verfahrensfrei sind.
- Die Grenzen unterscheiden sich von Land zu Land. Die Musterbauordnung, an der sich die Länder orientieren, stellt „Garagen einschließlich überdachter Stellplätze“ mit einer mittleren Wandhöhe bis zu 3 Metern und einer Brutto-Grundfläche bis zu 50 Quadratmetern verfahrensfrei – außer im Außenbereich (§ 61 MBO). Die Länder weichen davon ab, nach oben wie nach unten. Verbindlich ist immer die Landesbauordnung, nicht das Muster.
- Verfahrensfrei heißt nicht vorschriftsfrei. Abstandsflächen, Bebauungsplan und Brandschutz gelten weiter, auch wenn kein Bauantrag nötig ist. Genau dieser Satz beruhigt Bauherren – und verhindert Ärger nach der Montage.
- Schreiben Sie nur über Ihr eigenes Bundesland. Eine Seite „Carport-Genehmigung in allen 16 Bundesländern“ zieht Besucher an, die Sie nie beauftragen werden, und veraltet schneller, als Sie sie pflegen können. Eine Seite über Ihr Land, mit Link auf die Landesbauordnung und den Hinweis, dass die Bauaufsicht im Zweifel entscheidet, ist mehr wert.
Wer das auf die Website schreibt, beantwortet die erste Frage jedes Carport-Kunden, bevor sie gestellt wird – und bekommt Anfragen, die schon eine Vorstellung von Größe und Standort mitbringen.
Welche Seiten eine Zimmerei-Website braucht
| Seite | Zielgruppe | Was darauf gehört |
|---|---|---|
| Dachstuhl und Abbund | Bauherren, Architekten, Bauunternehmen | Abbund im eigenen Betrieb oder im Abbundzentrum, Ablauf vom Aufmaß bis zum Richtfest, Bauzeit |
| Carport und Terrassenüberdachung | Privatkunden, kleinere Budgets | Bauweisen, Holzarten, die Genehmigungsfrage im eigenen Bundesland, Preisrahmen |
| Aufstockung und Anbau | Eigentümer mit Platzbedarf | was im Bestand geht und was nicht, Statik, Zusammenarbeit mit Planer und Bauamt |
| Holzrahmenbau und Neubau | Bauherren, die zwischen Massiv- und Holzbau schwanken | Aufbau der Wände, Bauzeit, Vorfertigung, Referenzhäuser |
| Sanierung und Holzschutz | Altbaueigentümer, Käufer | Schadensbilder am Holz, wie Sie untersuchen, wann Austausch nötig ist |
| Karriere | Zu „zimmerer“ schlägt Google „ausbildung“ und „gehalt“ vor. | offene Stellen, Ausbildungsplätze, Hinweis auf die Walz, wenn Sie Gesellen aufnehmen |
Zimmerer ist ein zulassungspflichtiges Handwerk (Anlage A der Handwerksordnung). Meisterbrief und Innungsmitgliedschaft gehören sichtbar auf die Website.
Anfragen vorsortieren, statt jede Kleinigkeit zu besichtigen
Holzbau lebt von Maßen. Wenn die Website danach fragt, kommen Anfragen an, mit denen Sie arbeiten können:
- Für ein Carport: gewünschte Stellplätze, ungefähre Maße, Standort am Haus oder an der Grenze, Dachform, gewünschter Termin.
- Für einen Dachstuhl: Gibt es schon eine Planung? Liegt eine Statik vor? Wann soll der Rohbau stehen?
- Für eine Aufstockung: Baujahr, Geschosse, gibt es Pläne im Haus, wurde schon mit dem Bauamt gesprochen.
- Bei allem: zwei, drei Fotos. Fotos sparen Ihnen mehr Wege als jedes Formularfeld.
Schreiben Sie dazu, was eine Besichtigung kostet oder dass sie kostenlos ist. Beides ist in Ordnung – unklar zu bleiben ist es nicht.
Sagen Sie, wo Ihre Arbeit aufhört
Viele Zimmereien decken auch Dächer, viele nicht. Viele übernehmen die Statik nicht selbst. Kunden wissen das nicht – „dachstuhl“ und „dach neu decken“ sind für sie dasselbe Dach.
- Nennen Sie klar, ob Sie eindecken oder mit einem Dachdecker zusammenarbeiten.
- Sagen Sie, ob Statik, Bauantrag und Energienachweis bei Ihnen liegen oder beim Planer des Bauherrn.
- Wenn Sie nur ab einer bestimmten Auftragsgröße arbeiten, schreiben Sie es hin. Das spart beiden Seiten Zeit und kostet Sie keinen Auftrag, den Sie ohnehin abgelehnt hätten.
Häufige Fragen
Sollte eine Zimmerei Preise für Carports nennen?
Ein Rahmen „ab … € für ein Einzelcarport in dieser Ausführung“ funktioniert hier besser als in anderen Gewerken, weil Carports vergleichbar sind. Schreiben Sie dazu, was enthalten ist: Fundament, Montage, Dacheindeckung, Entsorgung. Ohne diese Liste wird jeder Preis falsch verstanden.
Lohnt sich eine Seite zur Baugenehmigung?
Ja, für das eigene Bundesland. Die Genehmigungsfrage ist bei Carports und Anbauten die erste Frage überhaupt, und Google schlägt sie für jedes Land einzeln vor. Verlinken Sie die Landesbauordnung und schreiben Sie dazu, dass die untere Bauaufsichtsbehörde im Einzelfall entscheidet.
Wie zeige ich Holzbau, wenn er später verkleidet ist?
Mit Bildern aus dem Bauablauf: Abbund, Aufstellung, Richtfest, fertiges Haus. Gerade beim Holzrahmenbau ist das Zwischenstadium das überzeugendste Bild – danach sieht man von außen nur noch Putz.
Brauchen wir eine Karriereseite?
Wenn Sie ausbilden oder einstellen: ja. Google schlägt zu „zimmerer“ „ausbildung“ und „gehalt“ vor, die Suchenden sind also zum Teil Bewerber. Eine Seite mit offenen Stellen, Arbeitszeiten und einem einfachen Bewerbungsweg erreicht sie dort, wo sie ohnehin suchen.