Was kostet eine Website für Handwerker?
Eine einfache Handwerker-Website kostet am Markt meist zwischen 800 und 5.500 Euro einmalig. Laufend kommt mindestens das Hosting dazu – solide Tarife liegen bei 5 bis 10 Euro im Monat, mit Wartungsvertrag wird es deutlich mehr. Hier steht, woraus sich der Preis zusammensetzt, was jeden Monat anfällt und was steuerlich gilt.
Stand: · Bora Anılan, Novexa Studio
Einmalige Kosten: Was Websites am Markt kosten
Die Spannen in aktuellen Preisübersichten liegen weit auseinander, weil „Website“ vom Onepager bis zum Online-Shop alles meinen kann. Für Handwerksbetriebe sind vor allem die ersten beiden Zeilen relevant:
| Umfang | Typischer Preis | Passt für |
|---|---|---|
| Onepager (eine Seite mit Abschnitten) | 800 – 3.500 € | wenige Leistungen, ein Einsatzgebiet |
| Kleine Website (5–10 Seiten) | 1.800 – 5.500 € | mehrere Leistungen mit eigener Seite |
| Unternehmenswebsite (10–30 Seiten) | 4.500 – 15.000 € | mehrere Standorte, viele Inhalte |
| Online-Shop | ab ca. 3.500 €, oft weit mehr | Verkauf mit Bezahlung – im Handwerk selten nötig |
Was den Preis innerhalb dieser Spannen bestimmt:
- Seitenzahl. Jede Leistungsseite braucht eigenen Text, eigene Fotos und eigene Suchbegriffe.
- Texte. Wer schreibt sie? Professionelle Webtexte werden oft pro Seite berechnet; Weboa nennt 80 bis 250 Euro je Seite.
- Fotos. Eigene Bilder von Baustellen und Team wirken glaubwürdiger als Stockfotos, kosten aber Zeit oder einen Fotografen.
- Funktionen. Terminbuchung, Kundenportal oder Konfigurator treiben den Preis. Ein Anruf-Button und eine E-Mail-Adresse kosten nichts extra.
- Wer die Arbeit macht. Weboa nennt Stundensätze von 40 bis 120 Euro bei Freelancern und 80 bis 180 Euro bei Agenturen.
Laufende Kosten: Was jeden Monat anfällt
Nach dem Livegang entstehen Kosten, die in Angeboten gern fehlen – oder die bei Baukästen und Mietmodellen im Monatspreis stecken.
| Posten | Typische Kosten | Hinweis |
|---|---|---|
| Hosting | 5 – 10 € im Monat | Einstiegstarife deutscher Hoster reichen laut 2fox4 von 1,90 € bis 9 €; ein SSL-Zertifikat ist meist enthalten |
| Domain (.de) | je nach Tarif enthalten | sonst etwa 10 bis 25 € im Jahr |
| E-Mail-Postfächer | oft im Hosting enthalten | eine Adresse wie info@ihr-betrieb.de wirkt seriöser als ein Freemail-Konto |
| Wartung | 0 € bis rund 300 € im Monat | hängt vom System ab – siehe unten |
Warum manche Websites kaum Wartung brauchen: Ein Content-Management-System wie WordPress mit Plugins muss regelmäßig aktualisiert werden, sonst entstehen Sicherheitslücken. Eine statische Website hat keine eigene Software auf dem Server; um den Server kümmert sich der Hoster. Kosten entstehen dann nur, wenn Sie wirklich etwas ändern wollen.
Baukasten oder Festpreis: Rechnung über fünf Jahre
Baukästen wirken günstig, weil sie monatlich abgerechnet werden. Ein Beispiel mit runden, frei gewählten Annahmen – ein Baukasten-Tarif mit eigener Domain für 25 Euro im Monat gegen eine Festpreis-Website mit 7 Euro Hosting:
| Baukasten | Festpreis-Website | |
|---|---|---|
| Einmalig | 0 € | 990 € |
| Monatlich | 25 € | 7 € |
| Nach 3 Jahren | 900 € | 1.242 € |
| Nach 5 Jahren | 1.500 € | 1.410 € |
| Wem gehört die Website? | dem Anbieter; ein Umzug ist meist nicht möglich | Ihnen |
Rein rechnerisch ist der Baukasten in diesem Beispiel gut vier Jahre lang günstiger. Nicht eingerechnet ist Ihre eigene Zeit für Aufbau, Texte und Pflege – und dass eine Website, die Ihnen gehört, bei einem Anbieterwechsel mitkommt.
Website-Kosten steuerlich absetzen
- Erstellung durch einen Dienstleister. Die Website gilt in der Regel als immaterielles Wirtschaftsgut und wird abgeschrieben. Die Oberfinanzdirektion Frankfurt am Main hat 2024 festgehalten, dass Homepages nicht unter die einjährige Nutzungsdauer für Computer und Software fallen, und empfiehlt drei Jahre (Verfügung vom 29. April 2024, S 2190 A-00021-0357-St 214).
- Laufende Kosten wie Hosting, Domain und Wartung sind in der Regel sofort als Betriebsausgabe abziehbar.
- Umsatzsteuer bei Anbietern aus dem Ausland. Sitzt der Anbieter nicht in Deutschland, schulden Sie als Unternehmen die Umsatzsteuer selbst (Reverse-Charge-Verfahren nach § 13b UStG) – auch als Kleinunternehmer, dann ohne Vorsteuerabzug.
Das ist eine allgemeine Einordnung, keine Steuerberatung. Wie Ihre Website zu buchen ist, klärt Ihre Steuerberatung.
Gibt es Förderung für eine Website?
Seltener, als manche Angebote nahelegen. Die Digitalisierungsprogramme der Länder fördern vor allem Software, digitale Abläufe und IT-Sicherheit. Der Digitalbonus Bayern etwa nimmt „Standard-Webseiten“ und „Standard-Webshops“ ausdrücklich von der Förderung aus; gefördert werden kleine Unternehmen mit Vorhaben ab 4.000 Euro Ausgaben, die tiefer in die Betriebsabläufe eingreifen.
Wer eine Förderung prüfen will, fragt bei der Handwerkskammer oder IHK nach, bevor ein Auftrag erteilt wird: Bei den meisten Programmen darf das Vorhaben erst nach dem Antrag beginnen.
Unsere Festpreise zum Vergleich
Paket Kompakt kostet 990 Euro netto für einen Onepager mit bis zu sechs Abschnitten, Paket Betrieb 1.890 Euro netto für bis zu sechs Unterseiten. Laufend zahlen Sie nur Hosting und Domain direkt beim Anbieter, kein Abo bei uns. Die Details stehen bei den Paketen und Preisen.
Häufige Fragen
Was kostet eine Homepage im Monat?
Mindestens das Hosting: Solide Tarife deutscher Hoster kosten etwa 5 bis 10 Euro im Monat, ein SSL-Zertifikat ist meist enthalten, die Domain je nach Tarif. Dazu kommen gegebenenfalls Wartung oder bezahlte Änderungen. Bei Baukästen steckt alles in einem Monatspreis.
Kann ich eine Website ohne monatliche Kosten betreiben?
Ganz ohne laufende Kosten nicht: Hosting und Domain kosten immer etwas. Kostenlose Baukasten-Tarife zeigen meist Werbung des Anbieters und laufen unter dessen Domain – für einen Betrieb wirkt das wenig professionell.
Über wie viele Jahre schreibt man eine Website ab?
Nach der Verfügung der OFD Frankfurt von 2024 in der Regel über drei Jahre, wenn ein Dienstleister die Website erstellt hat. Laufende Kosten sind sofort abziehbar. Die Buchung im Einzelfall klärt Ihre Steuerberatung.
Was kostet es, eine alte Website zu überarbeiten?
Meist ähnlich viel wie eine neue Website, weil Aufbau und Technik neu entstehen; Texte und Fotos lassen sich oft übernehmen. Worauf es dabei ankommt, steht in der Relaunch-Checkliste.
Warum sind manche Angebote so viel teurer?
Weil der Umfang verschieden ist: eigenes Design, professionelle Fotos und Texte, laufende Suchmaschinenoptimierung oder Wartungsverträge. Vergleichen Sie Angebote nach Leistungsumfang und fragen Sie immer nach den laufenden Kosten.