Website für Elektriker: Was Kunden suchen und was die Seite zeigen muss
Wer einen Elektriker sucht, tippt selten den Firmennamen ein, sondern das Anliegen: „elektriker notdienst kosten“, „wallbox installieren lassen“, „sicherungskasten tauschen kosten“. Die Website eines Elektrobetriebs sollte genau diese Anliegen beantworten – und die Nachweise zeigen, die nur ein Fachbetrieb hat.
Stand: · Bora Anılan, Novexa Studio
So suchen Kunden nach einem Elektriker
Diese Suchanfragen schlägt Google in Deutschland vor, wenn man mit „elektriker“, „wallbox“ oder „e-check“ beginnt. Jede davon ist eine mögliche Unterseite oder ein Abschnitt Ihrer Website:
- elektriker notdienst kosten
- elektriker in der nähe jetzt geöffnet
- elektriker kosten pro stunde
- elektriker kostenvoranschlag
- wallbox installieren lassen kosten
- wallbox 11kw installieren lassen
- photovoltaik anmelden netzbetreiber
- e-check pflicht bei mieterwechsel
- sicherungskasten tauschen kosten
- elektroinstallation altbau erneuern kosten
- steckdose verlegen lassen kosten
- smart home elektriker in der nähe
Welche Seiten eine Elektriker-Website braucht
| Seite | Warum | Was darauf gehört |
|---|---|---|
| Notdienst | Google schlägt „kosten“ und „in der nähe“ vor. | Erreichbarkeit, Einsatzgebiet und wie Notdiensteinsätze abgerechnet werden |
| Wallbox und E-Mobilität | Gesucht wird nach Kosten und nach 11-kW-Wallboxen. | Ablauf von der Beratung bis zur Anmeldung beim Netzbetreiber |
| Photovoltaik und Speicher | Die Anmeldung beim Netzbetreiber ist eine häufige Frage. | welche Anmeldungen Sie übernehmen, mit wem Sie zusammenarbeiten |
| E-Check und Prüfungen | „pflicht“ und „bei mieterwechsel“ werden vorgeschlagen. | für wen die Prüfung sinnvoll ist, was das Prüfprotokoll enthält |
| Altbau und Sanierung | Gesucht wird nach Kosten pro Quadratmeter und nach Vorschriften. | typische Arbeiten, Ablauf, Beispielprojekte mit Fotos |
| Karriere | Auch „elektriker in der nähe ausbildung“ und „jobs“ werden vorgeschlagen. | offene Stellen, Ausbildungsplätze, ein einfacher Bewerbungsweg |
Nachweise, die ein Elektrofachbetrieb zeigen sollte
- Eintragung im Installateurverzeichnis. Elektrische Anlagen hinter dem Hausanschluss dürfen – abgesehen von Instandhaltungsarbeiten – außer vom Netzbetreiber nur von Unternehmen errichtet, erweitert oder geändert werden, die im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen sind (§ 13 NAV). Steht das auf der Website, ist die Frage „Darf der das überhaupt?“ beantwortet, bevor sie gestellt wird.
- Anmeldung von Wallboxen. Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge sind dem Netzbetreiber vor der Inbetriebnahme mitzuteilen; über 12 kVA Bemessungsleistung – also mehr als rund 11 kW – braucht es zusätzlich seine Zustimmung (§ 19 NAV). Wer diese Anmeldung für Kunden übernimmt, schreibt es auf die Wallbox-Seite.
- E-CHECK. Der E-CHECK ist eine geschützte Marke des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH); die Prüfplakette vergeben Innungsfachbetriebe. Wer Innungsmitglied ist, zeigt das – wer es nicht ist, beschreibt seine Prüfungen ohne diesen Begriff.
- Meisterbetrieb. Elektrotechniker ist ein zulassungspflichtiges Handwerk (Anlage A der Handwerksordnung). Meisterbrief und Innungsmitgliedschaft gehören auf die Über-uns-Seite.
Bei „in der Nähe“ gefunden werden
Viele Vorschläge enthalten „in der nähe“, „jetzt geöffnet“ oder „top-bewertung“. Diese Ergebnisse speist Google vor allem aus dem Unternehmensprofil. Google nennt dafür drei Faktoren – Relevanz, Entfernung und Bekanntheit – und schreibt ausdrücklich, dass sich ein besseres lokales Ranking nicht kaufen lässt.
- Öffnungs- und Notdienstzeiten im Unternehmensprofil pflegen – daran hängt „jetzt geöffnet“.
- Leistungen im Profil und auf der Website gleich benennen: „Wallbox-Installation“ hier wie dort.
- Kunden um Bewertungen bitten und Bewertungen beantworten.
- Das Einsatzgebiet auf der Website mit Orten nennen, statt für jeden Ort eine fast gleiche Seite anzulegen.
Impressum für Elektrobetriebe
Für das Impressum gelten die allgemeinen Angaben nach § 5 DDG: vollständige Anschrift, E-Mail-Adresse und Telefonnummer, gegebenenfalls der Registereintrag sowie die Umsatzsteuer- oder Wirtschafts-Identifikationsnummer. Ob zusätzliche Angaben zu Handwerkskammer und Berufsbezeichnung nötig sind, hängt vom Gewerk ab; die Handwerkskammern und der Zentralverband des Deutschen Handwerks haben dazu Merkblätter. Den Text selbst erstellen Sie mit einem Generator oder Ihrer Kanzlei.
Häufige Fragen
Was sollte auf der Startseite eines Elektrikers stehen?
Ganz oben: welche Arbeiten Sie übernehmen, in welchem Einsatzgebiet und wie man Sie erreicht, mit Anruf-Button. Darunter die wichtigsten Leistungen mit eigener Unterseite, Nachweise wie Meisterbetrieb oder Innungsmitgliedschaft und echte Fotos Ihrer Arbeit.
Sollte ein Elektriker Preise auf die Website schreiben?
Feste Preise sind schwierig, weil jede Anlage anders ist. Kunden suchen trotzdem nach Kosten. Ein ehrlicher Rahmen hilft: wie Anfahrt und Arbeitszeit abgerechnet werden, was ein Kostenvoranschlag enthält und ob er etwas kostet.
Brauche ich eine eigene Seite für den Notdienst?
Wenn Sie Notdienst anbieten: ja. Wer einen Notdienst sucht, hat es eilig und ist oft unterwegs. Die Seite muss schnell laden und die Telefonnummer ganz oben zeigen.
Lohnt sich eine eigene Seite für jeden Ort im Einsatzgebiet?
Meist nicht. Seiten, die sich nur im Ortsnamen unterscheiden, stuft Google in seinen Spam-Richtlinien als Brückenseiten ein. Besser: das Einsatzgebiet nennen und echte Projekte aus den Orten zeigen, in denen Sie gearbeitet haben.