Website für Friseure: Preise, Öffnungszeiten, Termin

Bei Friseuren ist die Suche kurz und der Entschluss schnell: „friseur in der nähe jetzt geöffnet“, „friseur in der nähe preise“, „friseur ohne termin in der nähe“. Wer in diesen drei Sekunden keine Preisliste, keine Öffnungszeit und keinen Weg zum Termin findet, ruft beim nächsten Salon an. Eine Friseur-Website braucht deshalb weniger Text, als die meisten denken – und mehr Information.

Stand: · Bora Anılan, Novexa Studio

So suchen Kundinnen und Kunden nach einem Salon

Diese Vorschläge macht Google in Deutschland rund um Friseurbesuche. Drei Muster wiederholen sich: geöffnet, ohne Termin, Preise.

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Vorschläge der Google-Suche (Deutsch, Deutschland), abgerufen im September 2026. Sie zeigen, was häufig gesucht wird – nicht, wie oft.

Die Preisliste gehört auf die Website – nicht nur ins Schaufenster

Wer Verbrauchern Leistungen anbietet, muss ein Preisverzeichnis über die Preise der wesentlichen Leistungen aufstellen und in den Geschäftsräumen oder am Ort des Leistungsangebots anbringen; ist ein Schaufenster oder Schaukasten vorhanden, auch dort (§ 12 PAngV). Das gilt für den Salon. Gesucht wird der Preis aber vorher, auf dem Handy – deshalb gehört dieselbe Liste auf die Website.

  • Als Text, nicht als Foto der Tafel und nicht als PDF. Nur Text wird von Google gefunden und auf dem Handy lesbar dargestellt.
  • Mit Preisen inklusive Umsatzsteuer, so wie im Salon.
  • Für Leistungen, deren Preis vom Aufwand abhängt – Färben, Strähnen, Balayage –, ein „ab“-Preis mit den Faktoren dahinter: Haarlänge, Haardichte, Ausgangsfarbe, Dauer.
  • Mit einem Datum: „Preise gültig ab …“. Das ist ehrlicher als eine Liste, von der niemand weiß, wie alt sie ist.
  • Getrennt nach Leistung, nicht nach Geschlecht, wo das möglich ist. Nach „friseur preise damen“ und „friseur preise herren“ wird zwar gesucht – wer aber nach Länge und Aufwand auszeichnet, kann jeden Preis begründen.

Öffnungszeiten und Termin: der Weg muss kurz sein

„jetzt geöffnet“ und „kurzfristig“ zeigen, dass die Suche fast immer unmittelbar ist. Diese Ergebnisse speist Google vor allem aus dem Unternehmensprofil, nicht aus Ihrer Website – beide müssen stimmen und übereinstimmen.

  • Öffnungszeiten im Unternehmensprofil pflegen, mit Feiertagen und Urlaub. Daran hängt „jetzt geöffnet“.
  • Auf der Website die Telefonnummer als Anruf-Button ganz oben – vor Bildern, vor dem Team, vor allem anderen.
  • Wenn Sie ohne Termin arbeiten, schreiben Sie es groß hin. Danach wird ausdrücklich gesucht, und die meisten Salons verschweigen es.
  • Wenn Sie ein Buchungssystem nutzen: ein Klick von der Startseite, und die verfügbaren Zeiten sichtbar, bevor jemand Daten eingibt.
  • Wenn Sie kein System nutzen: WhatsApp oder Anruf – aber mit einer ehrlichen Angabe, wann Sie antworten. Während des Färbens geht niemand ans Telefon, und das versteht jeder.

Kundenfotos: nur mit Einwilligung

Vorher-Nachher-Bilder sind für Friseure das überzeugendste Material, das es gibt – und rechtlich das heikelste. Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung der abgebildeten Person verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden (§ 22 KunstUrhG); dazu kommen die Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung.

  • Holen Sie die Einwilligung schriftlich oder in Textform ein – eine kurze Karte oder eine Nachricht genügt – und halten Sie fest, wofür: Website, Instagram, beides.
  • Sagen Sie dazu, dass die Einwilligung widerrufen werden kann, und nehmen Sie das Bild dann auch herunter.
  • Fotografieren Sie mit derselben Kamera, demselben Licht und derselben Perspektive vorher wie nachher. Sonst zeigt das Bild die Beleuchtung, nicht Ihre Arbeit.
  • Eigene Bilder statt Stockfotos. Ein Salon, der auf der Startseite ein amerikanisches Modell zeigt, verliert genau die Glaubwürdigkeit, die eine kleine Website haben kann.

Wenn Sie Bewertungen auf der eigenen Website zeigen, müssen Sie angeben, ob und wie Sie sicherstellen, dass sie von Kundinnen und Kunden stammen, die die Leistung tatsächlich in Anspruch genommen haben (§ 5b Abs. 3 UWG). Bewertungen aus dem Unternehmensprofil zu verlinken, ist der einfachere Weg.

Team und Ausbildung: die zweite Zielgruppe

Im Friseurhandwerk wird die Website auch von Bewerberinnen und Bewerbern gelesen – und Kundinnen wählen oft nicht den Salon, sondern eine Person.

  • Zeigen Sie das Team mit Namen, Foto und Schwerpunkt. Wer gezielt zu einer bestimmten Person geht, findet sie so wieder.
  • Eine kurze Karriereseite mit offenen Stellen, Ausbildungsplätzen und Arbeitszeiten. Ein Satz, wie man sich bewirbt, reicht – kein Portal.
  • Friseur ist ein zulassungspflichtiges Handwerk (Anlage A der Handwerksordnung). Meisterbrief und Ausbildungsberechtigung gehören sichtbar auf die Seite.

Häufige Fragen

Muss die Preisliste wirklich auf die Website?

Vorgeschrieben ist das Preisverzeichnis im Salon und im Schaufenster. Gesucht wird der Preis aber vorher am Handy: „friseur in der nähe preise“ ist eine der häufigsten Varianten. Wer die Liste online stellt, gewinnt genau die Kundschaft, die sonst weitersucht.

Brauche ich ein Online-Buchungssystem?

Nicht zwingend. „friseur termin online buchen“ wird gesucht, aber ein System, das niemand pflegt, ist schlimmer als ein Anruf. Wenn Sie eines nutzen, verlinken Sie es von der Startseite und aus dem Google-Unternehmensprofil.

Wie viele Bilder gehören auf die Website?

Wenige, gute, eigene. Zwei bis drei Bilder vom Salon, damit man weiß, wie es aussieht, und eine kleine Auswahl an Arbeiten mit Einwilligung. Eine Galerie mit sechzig Bildern lädt langsam und wird nicht gelesen.

Lohnt sich eine eigene Seite für Herren?

„friseur in der nähe herren“ und „herrenfriseur ohne termin in der nähe“ sind eigene Suchen mit eigener Erwartung: schnell, ohne Termin, klarer Preis. Wenn Sie das anbieten, ist eine eigene Seite dafür sinnvoll – mit genau diesen drei Angaben.

Quellen

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